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Taktische Ventilation November 2025 in Schw. Hall
Taktische Ventilation im Fokus – MH Firetraining schult Einsatzkräfte
Bei der Schulung von MH Firetraining im Feuerwehrmuseum in Schwäbisch Hall stand für die aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Pfedelbach die taktische Ventilation im Mittelpunkt.
Die taktische Ventilation dient der gezielten Entrauchung von Gebäuden oder Gebäudeteilen sowie der Rauchfreihaltung von nicht betroffenen Bereichen im Rahmen der Brandbekämpfung. Dabei wird Rauch und Hitze aktiv aus dem Gebäude verdrängt – ein entscheidender Vorteil für die Menschenrettung und für den vorgehenden Angriffstrupp. Durch den gezielten Einsatz des Lüfters wird Frischluft in ein Gebäude gedrückt welche Brandgase verdrängt. Dies sorgt im Brandraum für bessere Sicht, senkt gleichzeitig die Temperatur und kann im Ernstfall für Vermisste im Brandrauch die Rettung sein. Auch Rückzugs- und Rettungswege lassen sich auf diese Weise rauchfrei halten.
In mehreren Übungsszenarien konnten die Teilnehmer erfahren, wie unterschiedlich die Wirkung je nach Gebäude- und Brandsituation ist.
Besonderes Augenmerk lag im Training auf der optimalen Positionierung der Lüfter. Ein weiterer wichtiger Punkt war das Erkennen von Strömungspfaden in Brandwohnungen und der geeigneten Abluftöffnung.
Herr Markus Huckle von MH Firetraining zeigte eindrucksvoll, welche Bedeutung die taktische Ventilation für moderne Feuerwehreinsätze hat. Die Fortbildung verschaffte den Teilnehmern wertvolle Erfahrungen für kommende Einsätze.
Vortrag über Reptilien
Schlangen, Echsen & Co. – Wissen schützt vor Angst
Schlangen und andere Reptilien sind für viele Menschen geheimnisvolle, manchmal sogar furchteinflößende Tiere. Doch die meisten Ängste sind unbegründet – und genau das wollte Kevin Keller von der Auffangstation für Reptilien und Exoten in einem spannenden Vortrag für die aktiven Kameraden/innen der Freiwilligen Feuerwehr Pfedelbach deutlich machen.
In einer anschaulichen Präsentation informiert Kevin Keller über einheimische Schlangenarten, Gefahren im Umgang mit Reptilien sowie das richtige Verhalten beim Fund exotischer Tiere.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Präsentation liegt auf der Gefahreneinschätzung bei Reptilien.
Die zentrale Botschaft: Im Zweifel nie selbst handeln, sondern einen Experten hinzuziehen. Google-Bilder oder künstliche Intelligenz wie ChatGPT können bei der Bestimmung helfen, sind aber nicht immer zuverlässig.
Wer schlängelt sich durch Deutschland?
In Deutschland leben nur wenige Schlangenarten, und die meisten davon sind völlig harmlos. Besonders interessant: Nur zwei Arten sind giftig – die Aspis Viper und die Kreuzotter. Alle anderen, wie Ringelnatter, Barren-Ringelnatter, Schlingnatter oder die Äskulapnatter, sind für den Menschen ungefährlich.
Die Botschaft: Nicht jede Schlange ist gefährlich – im Gegenteil!
Vorsicht im Umgang mit Reptilien
Auch Echsen, Krokodile und Schildkröten gehören zur großen Reptilienfamilie, von denen manche durchaus eine Gefahr darstellen können.
Deshalb gilt der eindringliche Rat:
Finger weg, wenn du es nicht genau weißt!
Denn ein falscher Griff kann nicht nur für den Menschen riskant sein, sondern auch für das Tier.
Exoten auf Abwegen
Immer wieder tauchen in Deutschland exotische Reptilien auf – ausgesetzte Haustiere oder entkommene Terrarien Bewohner. Was tun, wenn man solch ein Tier entdeckt?
• Auf keinen Fall selbst zugreifen.
• Niemals privat behalten oder einfach irgendwo freilassen – das wäre sogar
strafbar.
• Sicherung nur durch geschultes Personal (z. B. Feuerwehr mit Ausrüstung).
• Gesetzliche Vorgaben: Ein gefundenes Tier gilt als „Fundsache“ und muss der
zuständigen Behörde oder der Polizei übergeben werden.
Schlangen und Reptilien sind faszinierende Lebewesen, die Respekt verdienen – aber keine panische Angst. Mit dem richtigen Wissen lässt sich viel Gelassenheit gewinnen. Oder wie es im Vortrag hieß:
„Finger weg, wenn du es nicht weißt – und im Zweifel den Experten rufen.“










